Wecker! Wecker im Urlaub? Ja!
Denn wir wollen wandern und die Temperaturen sind hoch –
also spät am Nachmittag oder eben früh am Morgen sind da die Alternativen – wir
sind die Morgen Menschen, da war es eigentlich keine große Entscheidung.
Aber zunächst mal – Tee im Bett – schwimmen gehen –
frühstücken – Routine ist wichtig
Aber dann auf in die Berge! Wir sind kurz nach 8:00 Uhr
schon im Auto und unterwegs. Im Urlaub durchaus eine Leistung finden wir.
Keine Sorge! Wird definitiv nicht zur Gewohnheit. Ist bei
diesem warmen Wetter, aber durchaus ratsam.
Also so auch wir. Den Weg ins Troodos Gebirge ist uns ja
schon bekannt. Die Forellenfarm mit Namen: Psilo Dendro hinter dem Ort Pano
Platres und direkt an der Straße gelegen, ist unser Ausgangspunkt. Man kann es
nicht verfehlen. Eigentlich! Na ja, irgendjemand fährt dann wahrscheinlich doch
vorbei, aber es ist wirklich einfach, da direkt hinter dem Ort und es die
einzige große Verbindungsstraße ist.
Also die Forellenfarm ist unser Ausgangspunkt der Rother
Tour 17. Diese ist als Top Tour ausgewiesen.
„Zu den Kaledonischen Wasserfällen“ und ob dies stimmt, dass
wollen wir heute herausfinden.
Der Rother schreibt dazu:“ Auf dem Weg der Nachtigallen am
Kryos Potamos. In Plates lassen dich die Nachtigallen nicht schlafen, dieser
Satz des griechischen Literaturnobelpreisträgers Georgios Seferis macht das Bergdorf im
Troodos weit über die Insel hinaus bekannt. Tagsüber können Sie hoffentlich gut
ausgeruht von der 1200m hoch gelegenen Sommerfrische etliche Wanderungen unternehmen.
Ein zauberhafter und nicht von ungefähr sehr beliebter Naturlehrpfad läuft am
Wildbach Kryos Potamos zu den Kaledonischen Wasserfällen hinauf. Der „kalte Fluss“ ist einer der wenigen Bäche
Zyperns, der ganzjährig Wasser führt. An seinen Ufern hat sich ein artenriecher
Galeriewald angesiedelt.“
Na, dass hört sich doch vielversprechend an. Wir sind
gespannt. Und wandern los. Die Hälfte der Tour geht es bergauf – immer am
kleinen Fluss entlang – mal auf der einen Seite und dann wieder auf der anderen
Seite. Sehr schön! Wirklich. In größerem Bogen geht es dann recht bequem wieder
bergab.
Die Wasserfälle selbst sind schön, aber wir sind hier
wahrscheinlich etwas verwöhnt, der Wow-Effekt bleibt aus. Aber für Zypern, das
sonst eher trocken ist, ist es etwas besonders. Und durch den Wald zu laufen
ist sehr schön. Es lohnt sich.
Nun sind wir auf dem Rückweg. Also alles wieder bergab.
Allerdings in einem Bogen und recht sanft geht es bergab. Und hier haben wir
wunderschöne Ausblicke ins Tal und die Landschaft, die vor uns liegt. Das ist
eine Augenweite.
Insgesamt stimmen wir dem Rother zu, eine wirklich sehr
schöne Tour und Top Tour.
Wieder an der Forellenfarm angekommen sind wir über die 6-8
Reisebusse, die hier nun stehen sehr überrascht. Oh nein!
Ist diese Forellenfarm doch nur eine Touristen-Bude?
Egal. Schnell raus aus den Wanderklamotten und das Lokal
zumindest mal ansehen.
Alles gut! Etwa ein Drittel ist besetzt und so entschließen
wir uns, doch hier zu essen. Und die Qualität des Fisches ist wirklich sehr
gut. Klar – Süßwassere Fisch – ist hier auf der Insel etwas Besonders. Auch
daher ist diese Forellenfarm ein Magnet.
Wir sind aber insgesamt froh, dass wir uns dafür entschieden
haben. Und es ist ein schöner Abschluss der Wanderung. Der Preis ist okay,
circa 15€ für eine Forelle mit Beilage- ist angemessen, finden wir.
Von hier aus fahren wir nach Omodos – eines der schönsten
Bergdörfer Zyperns sagt zumindest Trip Advisor und noch so ein paar andere
Online Portale und Touristenführer.
Klar – Touristisch ist es hier. Hatten wir nicht anders
erwartet. Keine Frage. Es gibt am Ortseingang große kostenlose Parkplätze – und
selbstverständlich können auch Reisebusse hier parken. Das sagt schon einiges.
Trotzdem gibt es einen guten Eindruck wie Dorfleben in Zypern in den Bergen
aussieht und gelebt wird. Man muss halt über die Touristen Läden, die die ganze
Hauptstraße und zum Teil auch Nebenstraßen säumen, übersehen. Dies scheint
heute für das Dorf die Haupteinnahmequelle zu sein, und keine schlechte wie es
aussieht.
Das Kloster, dass mitten im Ort ist, dass ist unbedingt
sehenswert. Bitte entsprechende Kleidung. Also Knie, Schultern bedecken und für
Frauen auch den Kopf bedecken, bevor man in die Kirche geht.
Der Rückweg zum Hotel ist problemlos und sehr heiß. 36 Grad
zeigt das Thermometer. Unglaublich.
Jetzt gibt es nur noch Eines. Ab ins Meer. Um diese
Tageszeit eher eine warme Brühe, und nicht wirklich mehr eine Erfrischung.
Trotzdem angenehm nach dieser Tagestour. Wir genießen noch den Strand und
lassen den Tag dann gemütlich an der Hotelbar ausklingen.
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